Dies und das über Gimmersdorf

Gimmersdorf Aktiv e.V.  ist unabhängig und politisch neutral. Gleichwohl hier nachrichtlich einige interessante Informationen über unsere Ortschaft:

Leitbild:

Gimmersdorf ist Heimat.

2013 hat die Ortsvertretung in mehreren Veranstaltungen mit den Gimmersdorfer Bürgerinnen und Bürgern, sowie den örtlichen Vereinen ein Leitbild für Gimmersdorf erstellt. Zu den Themen Ortsentwicklung, Vereine, Kunst und Kultur, Verkehr, Ökologie und sozialer Infrastruktur wird darin beschrieben, wie die Zukunft für Gimmersdorf aussehen sollte. Gleichwohl hat das idealiserende Leitbild keine Verbindlichkeit: 2014 schloss die letzte Gaststätte in Gimmersdorf. Nach Post, Lebensmittellläden und Gaststätten gibt es in Gimmersdorf nur noch einen Briefkasten. Das amtlicherseits ins Leben gerufene Dorfinnenentwicklungskonzept hat drei Jahre später die wesentlichen Gedanken mit aufgenommen. In jedem Fall: Gimmersdorf ist und bleibt unsere Heimat!

Ortsvertretung (das politische Gremium für Gimmersdorf)
In der Ortsvertretung werden auf kommmunalpolitischer Ebene alle relevanten Themen des Ortes besprochen. Es besteht aus einem Vorsitzenden (der zugleich Ratsmtglied sein muß) und weiteren Ratsmitgliedern und sachkundigen Bürgern. Die Sitzungen finden regelmäßig bzw. anlaßbezogen statt und sind öffentlich, soweit es die Tagesordnungspunkte zulassen. Vorsitzende u.a.: Franz Giersberg (2004 – 2007), Alois Hochgürtel (2008 – 2009) Thomas Kühlwetter (2010 – 2013) und Christoph Fievet (ab 2014). Die öffentlichen Teile der Sitzungen der Ortsvertretung (Dorfsaal, Kommunalweg 5, 53343 Wachtberg) werden gerne von zahlreichen Gimmersdorfern besucht. (Bildquelle: pixabay.de)

Dorfinnenentwicklungskonzept für Gimmersdorf
Seit 2016 wird  unter Federführung der Gemeindeverwaltung, in enger Zusammenarbeit mit der Ortsvertretung und den Gimmersdorfer Bürgerinnen und Bürgern und den örtlichen Vereinen ein Dorfinnenentwicklungskonzept (DIEK) erarbeitet. Ein solches Konzept wurde erforderlich, um für zukünftige Maßnahmen in Gimmersdorf ein Gesamtkonzept zu entwickeln – gerade nach der Inbetriebnahme der Umgehungsstrasse – und auch, um Landesmittel zu erhalten. Ein von der Gemeinde beauftragtes Planungsbüro hat in mehreren Veranstaltungen mit Gimmersdorfer Einwohnern den Handlungsbedarf und die Entwicklungsziele erarbeitet. Das Konzept wurde vom Gemeinderat beschlossen. Die Umsetzung wird ab 2019 erfolgen. Alle weiteren Unterlagen sind über die Gemeinde Wachtberg erreichbar (siehe oben). (Bildquelle:(c) Gemeinde Wachtberg/Ing.Büro)

Gimmersdorf Aktiv :
Der Verein ist einer der zentralen Aktivitätsposten in Gimmersdorf. Programme laufen das ganze Jahr über. Der Verein ist auch mit Vorschlägen und Ideen in die Dorfentwicklung mit einbezogen, wobei die eigentliche Entscheidungskompetenz bei der Gemeinde unter Mitwirkung der Ortsvertretung liegt. Vorsitzende des Bürgervereins bisher (in Klammern die jeweiligen Amtszeiten): Rosi Helbach (1991 – 1993) , Hildegard Auen-Kühlwetter (1993 – 1995)  Claus Kunicke (1995 – 2002), Michael Turley (2002 – 2014), Frans Bollebakker (seit 2014).  Am 27.08.2016 hatte der Verein zu seiner 25 Jahrfeier eingeladen. Ob Maibaumaufstellung, Sommerfest, Nachtwanderung, Zelten mit den Kindern oder Martinszug: Es ist immer was los in Gimmersdorf. (Bildquelle:(c) PRIVAT)

Karnevalsverein Grün-Gold-Gimmersdorf
Unter dem Motto „Der GGG wird 44 Jahr‘, Karneval in Venezia“ feierte der Gimmersdorfer Karnevalsverein 2019 sein 44-jähriges Vereinsjubiläum. Eine großartige Leistung, angesichts der zahlreichen Veranstaltungen die durch den Verein in jeder Session auf die Beine gestellt werden.(Bildquelle: (c) GGG)

Der zentrale Dorfsaal in Gimmersdorf
Im Gimmersdorfer Dorfsaaal finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Ob Karnevalsfeiern, Theateraufführungen, Versammlungen aller Art und allerlei Feste; er ist zentrales Stimmlokal bei allen Wahlen und kann im Übrigen auch für private Zwecke gemietet werden. Es wird aktuell in das Dorfinnenentwicklungskonzept einbezogen und vermutlich weitere Funktionen übernehmen (Jugendarbeit, Eltern/Kind Treff, eigenorganisierte „Kneipe“ usw.) Eigentümerin der Liegenschaft ist die Gemeinde Wachtberg; die örtliche Verwaltung erfolgt unter Mitwirkung des Karnevalsvereins Grün-Gold Gimmersdorf. Über ihn läuft auch die Vermietung an private Nutzer (Kontakt dazu per E-Mail: info@grün-gold-gimmersdorf.de ) (Bildquelle: (c) GGG)

Gimmersdorf  – als Wohnort beliebt
Es ist nicht zu übersehen, in Gimmersdorf wird gebaut. Ob im Unterdorf, am Berkumer Weg oder am Kommunalweg, zahlreiche Baulücken wurden und werden genutzt. Städtebaulich und aus Gründen des Landschaftsschutzes ist es begrüßenswert wenn besser Baulücken genutzt werden statt Landschaftsschutzgebiete für Neubauten zu versiegeln. Offensichtlich hat auch der Bau der Umgehung dazu beigetragen, Gimmersdorf als Wohnort noch attraktiver zu machen.(Bildquelle: (c) PRIVAT)

Boule und Feste auf dem Dorfplatz
Immer Mittwochs treffen sich bei schönem Wetter einige Gimmersdorfer, um dort Boule zu spielen. Das geschieht schon seit vielen Jahren. Bei Interesse einfach vorbeikommen. Der Dorfplatz ist auch Mittelpunkt bei vielen Dorffesten (Maibaum aufstellen, Dorffeste, Aufstellen des Weihnachtsbaums, St.Martin-Fest usw) (Bildquelle: (c) PRIVAT)

Unser zentraler Spielplatz
In Verbindung mit dem Dorfplatz und dem Dorfsaal liegt unser zentraler Kinderspielplatz mit Tischen und Bänken, vielen Spiel- und Klettergeräten und einer Tischtennisplatte; ein Treffpunkt für Jung und Alt. Der Spielplatz wurde auch mit Mitteln des Vereins ergänzend zu den Investitionen der Gemeinde Wachtberg ausgestattet. Ein weiterer Spielplatz befindet sich in der Siedlung „Am steinernen Kreuz“. (Bildquelle: (c) PRIVAT)

Bolzplatz Gimmersdorf
Der gemeindeeigene Bolzplatz (vom Berkumer Weg  und vom Überdorf aus erreichbar) ist stets ein beliebter Treffpunkt für angehende Manuel Neuers oder Lukas Podolski’s. (Bildquelle: (c) PRIVAT)

Kommunikation innerhalb der Ortschaft
Nette nachbarschaftliche Beziehungen sind das A und O in einer funktionierenden Dorfgemeinschaft. Dieses versucht der Verein durchzahlreiche Initiativen und Feste zu unterstützen. Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Ihnen etwas diesbezüglich „auf dem Herzen liegt.“  Eine empfehlenswerte Plattform für innerdörfliche Kommunikation ist auch:  nebenan.de  Das Bild zeigt die Bushaltestelle „Berkumer Weg“, die im Rahmen eines unserer Kinderfeste unter kreativer Begleitung des in Gimmersdorf wohnenden Künstlers Michael Franke  von Gimmersdorfer Kindern mit ihren Händchen  gestaltet wurde. (Bildquelle: (c) PRIVAT)

Kunstgarten Rosenberg
In Gimmersdorf findet sich in lockerer Verbindung eine Gruppe von 8 – 10 Bürgerinnen und Bürger, die sich der bildenden Kultur verschrieben haben. Die Gruppe „Kunstgarten Rosenberg“ nimmt regelmäßig an den Wachtberger Kulturwochen teil, die jährlich 14-tägig im Juli/August stattfinden. Zu der Gruppe, die 2019 im Kulturgarten ausgestellt hatten,  zählten bei den Kulurwochen 2019 u.a.  Hans-Jürgen Döring mit Malerei und Zeichnungen der vergangen 50 Jahre, Ellen R. Dornhaus mit hochinteressanten Fotoarbeiten, Enno Frandsen mit gekonnten Aquarellen und Zeichnungen, Stefan Gessendorfer mit Kreativem aus Holz, Ortrun Lohse-Schlößler mit farbenfrohen „Aussichten“, Jochen Müller mit einem breiten Oeuvre an Radierungen, Aquarellen und Ölgemälden, Heiner Pilger mit seinen stets nachgefragten Postkarten mit Wachtberger Motiven sowie Aquarellen und Malerei in Acryl sowie Gastgeberin Gudrun Rosenberg mit eigenwilligen Plastiken und Gemälden. (Bildquelle: (c) Wachtberg.de). Die Gruppe besteht seit über 20 Jahren in Gimmersdorf.

Wachtberger Baudenkmal
Neben der Kapelle ist unmittelbar angebaut ein Baudenkmal, das 1752 als Gerichtsstelle für das „Drachenfelser Land“durch Freiherr Waldbott von Bassenheim zu Lüftelberg und Gudenau errichtet wurde.
Das Haupthaus ist überwiegend im Originalbestand. Erd- und Untergeschoss aus Trachytstein. Das Obergeschoß ist aus Fachwerkständerbau mit Krüppelwalmdach; ursprünglich war es ein Satteldach. Die Türeinfasssung besteht aus Naturstein mit Segmentbogen und vorgratendem Schlußstein. Darauf ist ein geschweiftes Wappenkreuz der Dynastenfamilie von Bassenheim mit der Jahreszahl  der Fertigstellung.
Unter Denkmalschutz gestellt durch das Land Nordrhein-Westfalen im Jahr 1987. Der Anbau stammt allerdings aus neuere Zeit. (Bildquelle: (c) PRIVAT)

St. Josefkapelle
Die kleine Kapelle (St. Josefs Kapelle) ist ein „schnuckeliges Kleinod“ aus dem Dorf. Sie steht im Mittelpunkt von zwei sehr frequentierten Durchgangsstrassen. Nach der Eröffnung der Umgehungsstrasse wird auch an der  Kapelle eine verkehrsberuhigte Planung umgesetzt. Aktuell finden keine regelmäßigen Messen statt. Neben der Kirche befindet sich das alte „Gefängnis“ des Dorfes (heute ein normales Wohnhaus, siehe oben BAUDENKMAL) (Bildquelle: (c) PRIVAT)

Rosenmontag in Gimmersdorf – Umzug
Was wäre eine rheinische Gemeinde ohne einen richtigen Rosenmontagszug zu Karneval? In bunter Reihung schlängelt sich der karnevalistische Lindwurm durch die Gassen des Dorfes, begeistert empfangen von ganz, ganz vielen bunt kostümierten Jecken aus der näheren und weiteren Umgebung. In konstanter Regelmäßigkeit beteiligt sich der Verein Gimmersdorf Aktiv mit einem eigenen Wagen und einer Fussgruppe an dem ganztägigen Spektakel. Hier unser Vereinswagen beim Rosenmontagszug 2019 unter dem Motto:“Fiasko, Fiasko Mexiko – die Mauer ist die reinste Show“ (in Anlehnung an Trump’s Mauer nach Mexiko).
Ausklang ist die „After-Zoch-Party“ im Dorfsaal bis in die frühen Morgenstunden. Organistion des Zuges und der gesamten Session erfolgt durch Grün Gold Gimmersdorf.(Bildquelle: (c) Petra Reuter, Kamelle.de)

Ehrenmal
An zentraler Stelle ist in Gimmersdorf ist ein Ehrenmal errichtet worden, das vom Verein Gimmersdorf Aktiv mit Hilfe der Nachbarschaft gepflegt und immer mit frischen Blumen ausgestattet wird. Hier erfolgt regelmäßig die Kranzniederlegung durch die Ortsvertretung zum Totensonntag.
(Bildquelle: (C) PRIVAT)

„Von Ingermaresdorp nach Gimmersdorf“ – Broschüre, 23 Seiten

Eine kleine Broschüre über unseren Ort, der mit ca. 900 Einwohnern zu den ehr kleineren Ortschaften Wachtbergs gehört, können Sie hier herunterladen. Darin ist auf 23 Seiten einiges Interessantes zur Historie des Ortes, der bereits 970  urkundlich erwähnt worden ist, zusammengestellt. Die Broschüre wurde von Heiner Pilger zusammengestellt und enthält ein Vorwort des damaligen Vorsitzenden des Vereins. Das Erscheinungsjahr der Broschüre datiert aus dem Jahr 2007 ; mit Nachdruck 2019.
—> http://www.gimmersdorf-aktiv.de/Heft Gimmersdorf Inhalt.pdf

275 Jahre Kapelle Gimmersdorf
Im Jahr 1989 feierte die katholische Kirchengemeinde das 275-jährige Bestehen der St. Josefs Kapelle. Zu diesem Anlass wurde eine kleine Festschrift (52 Seiten, DIN A 5) mit allerlei Historischem und einigen Histörchen herausgegeben. Diese Broschüre wurde 1996 in einer zweiten Auflage nachgedruckt. Sehr interessant für alle, die sich in das Jahr 1989 und die damalige Zeit zurückversetzen möchten. Im Inhalt geht es aber nicht nur um Kirchliches, sondern auch um weltliche Themen. Bei Interesse an der Festschrift bitte über die E-Mail sich an uns wenden. Wir leiten den Wunsch dann weiter.

 

Hexenwahn, auch in Gimmersdorf
Im „finsteren“ Mittelalter war der Hexenwahn weit verbreitet. Eine beeindruckende Schilderung  der Hexenprozesse und deren Hintergründe im Drachenfelser Ländchen in der Zeit von 1630-1645 ist in den „Forschungen zur Deutschen Geschichte – Band 21“ aus dem Jahr 1881 verfasst. Auf den Seiten 615 – 621 dieses Werkes schildert der Chronist auch den Zeitgeist und die sehr weltlichen Motive dieses grausamen, mittelalterlichen Brauchs. Es war zu Zeiten des 30-jährigen Krieges. Je kleiner die Gerichtsbarkeit in ihrer Zuständigkeit war, desto größer die Zahl der Opfer und der sog. Denuntianten. Das Buch ist wikimedia/commens eingescannt und die betreffenden Seiten können dort im Original nachgelesen werden.

Kleine Terracotta-Büste aus der Römerzeit – in Gimmersdorf 1911 gefunden
Im Rheinischen Landesmuseum befindet sich eine kleine, recht unscheinbare, aber geschichtsträchtige Büste aus Terracotta. Sie ist sehr verwaschen und nicht sehr detailreich. Sie stellt eine Frau mit einem Zackendiadem dar. Eine Ausformung vor der Brust könnte ein Isisknoten sein , zu dem  die Falten eines Gewandes hingerichtet zu sein scheinen. Vielleicht handelt es sich um eine Figur der Göttin Isis ? Die Größe der Büste ist ca. 5 x 11 cm. Weil zu dieser Terracotte nur Vergleichsbeispiele aus römischer Zeit zu finden sind, können sie der Römerzeit zugeordnet werden. Wegen des verwaschenen Zustands ist aber eine Feindatierung nicht möglich (Einschätzung des Rheinischen Landesmuseums) (Bild folgt)